| Rapskörner-Heizanlage
für ein Einfamilienhaus in Talheim - Wärme ohne Umweg |
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Im Projektgebiet (Region Schwarzwald-Baar-Heuberg) wird Raps als nachwachsender Rohstoff angebaut. Um den regionalen Absatz zu fördern und unnötige Transportwege zur Weiterverarbeitung zu vermeiden, wird eine verstärkte Verwendung in der Region angestrebt. In dieser Hinsicht ist die Verbrennung von Rapskörnern eine Möglichkeit mit deutlichen Vorteilen. Während bei der Nutzung von Rapsöl dieses erst durch Pressen aus der Saat genommen werden muss, kann bei der Verbrennung die Energie direkt, ohne zusätzliche Verarbeitungsschritte genutzt werden. |
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Hinzu kommt, dass das Rapskorn - etwa im Vergleich zu Holz - über eine
sehr hohe Energiedichte verfügt und deshalb einen relativ geringen Bedarf
an Lagerraum hat. ![]() Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Talheim bei Rottweil wurde eine Rapskörner-Heizung installiert. Der ÖKOTHERM-Biomasseheizkessel hat eine Wärmeleistung von 49 Kilowatt. In dieser Anlage werden neben den Betriebs- und Anlagendaten auch der Verbrauch an Betriebsstoffen und Strom sowie die Emissionsdaten erfasst. Anhand der technischen und ökonomischen Größen kann schließlich eine Kosten-Nutzen-Anlayse des Verfahrens vorgenommen werden. |
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Die Rapskörner-Heizanlage erwies sich als sehr zuverlässig. Die Steuerung der Anlage ermöglicht einen vollautomatischen Betrieb. Von Beginn des Zündvorgangs, über den Zeitraum des Leistungsbrandes bis zum Ende des Ausbrandes der Rapskörner werden Emissionswerte erreicht, die deutlich unter den Grenzwerten der 1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung liegen. Aufgrund der hohen Funktionssicherheit ist ein mit Heizöl betriebenen Anlagen vergleichbarer Komfort gegeben. Der Wirkungsgrad der Heizanlage entspricht dem einer leistungsgleichen Anlage für Heizöl. Mit 1 kg Rapssaat können 0,7 Liter Heizöl substituiert werden. |
| Durch den Anbau von Raps können Stilllegungsflächen wirtschaftlich genutzt werden. Die energetische Nutzung dieses erneuerbaren CO2-neutralen Energieträgers leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wirtschaftsweise und zur Bereicherung des Landschaftsbildes. Die ausschließliche Verwendung der Rapssaat aus der Region wirkt durch vermiedene Verarbeitungsschritte und Transportwege zusätzlich klimaschonend. Die Wertschöpfung und damit verbunden die Wirtschafts- und Kaufkraft bleiben in der Region erhalten. Darüber hinaus ist die Verbrennung der unverarbeiteten Rapssaat mit der entsprechenden Technik sehr einfach, da die Aufbereitung in Form der Ölpressung entfällt. Von diesen genannten Vorteilen profitieren alle gesellschaftlichen Gruppen aus dem Bereich der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes. Maschinenring und Betriebshilfsring Rottweil e.V. Bauernwald 1 72172 Sulz-Holzhausen Telefon 07454/3094 Telefax 07454/5257 E-Mail: info@mbr-rottweil.de Das Projekt wurde 1997 durch das Ministerium Ländlicher Raum mit DM 18.000 gefördert. |
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